Qi Gong und Essen….

Wir waren am letzten Wochenende zum „5 Elemente Essen“, ein Kochkurs unter Berücksichtigung der „5 Elemente Lehre“ der TCM.

Es war einfach super interessant und die Rezepte waren genauso sorgfältig ausgesucht wie die Informationen dazu. Kann man nur jedem empfehlen, der sich für TCM,Qi Gong und Tai Ji interessiert, denn es gehört unmittelbar dazu.

Im Rahmen der TCM wird der Ernährungslehre ein Platz noch vor der Atem- und Bewegungslehre (Qi Gong, TaiJi) eingeräumt, sprich, die „ollen Chinesen“ legen noch mehr Wert auf die Ernährung (sie wirkt noch stärker) als auf Atem- und Bewegungsübungen bzw. ergänzen sich beide sehr gut.

Ist sicher auch logisch, denn der Energieschub einer gut aufbereiteten Nahrung ist noch größer, als die Menge an Sauerstoff, die ich durch Qi Gong u.a. Übungen aufnehmen kann.

Mir fiel da auch die Wertung der Fünf Bereiche der TCM ein:

Zu allererst wird ein traditionell arbeitender Arzt bei energetischem Ungleichgewicht (Yin und Yang sind aus dem Gleichgewicht geraten) sicher die Atem- und Bewegungsübungen empfehlen (Qi Gong,Tai Ji und Meditationsübungen), danach wird er, wenn sich der Zustand nicht bessert, Ernährungsempfehlungen geben z.B. bei Hitzezuständen ein eher kühlendes Nahrungsmittel, bei Kältezuständen eine eher heißes oder warm wirkendes Lebensmittel usw.

Hilft auch das nicht, wird er Kräutermischungen und Dekokte zubereiten, um die Disharmonie (das Problem) zu beseitigen.

Gibt es dann noch ein Problem, wird er sich mit Akupressur (Tuina) auseinandersetzen und zum Schluss und als letzte Möglichkeit wird er Nadeln stechen (Akupunktur und Moxa).

Und manchmal und in schweren Fällen, wird er alles gleichlaufend empfehlen bzw. in die Behandlung einbringen.

In unseren Landen ist es eher selten, dass ein Arzt oder Naturheilpraktiker, der sich mit TCM beschäftigt, alle Fünf Bereiche abdecken kann. Wichtig zu wissen, dass es in Deutschland jedoch für die Einzelbereiche schon sehr gute Experten gibt (man muss sie nur finden, aber das Internet hilft auch hier.)

Wichtig aber auch zu wissen, dass man selbst nicht immer gleich mit der „großen Keule Akupunktur“ beginnen sollte, sondern sich vielleicht erst einmal mit den vorgenannten Themen beschäftigen kann.

Ja…, wenn wir nicht dazu neigen würden, gerade bei alternativ medizinischen Bereichen, immer erst den Experten aufzusuchen, wenn es bereits zu spät oder fast zu spät ist, denn dann hat der Experte oft keine andere Wahl als zu den Nadeln als letztes Mittel zu greifen.

Schwierig auch der Fakt, dass man in den drei erstgenannten Bereichen selbst etwas tun muss, jeden Tag oder zumindest sehr regelmäßig, um das Problem präventiv oder unmittelbar zu beheben. Der „kleine Schweinehund“ ist da oftmals stärker.

Will also sagen: Leute, versucht erst einmal selbst, etwas zu tun… Lasst euch beraten, aber macht selbst etwas und das regelmäßig (ein Anfang wäre schon einmal die Woche, dann steigern auf zweimal oder dreimal… und siehe da, ihr werdet nicht mehr so oft krank, fühlt euch besser, seid fitter usw, usw….

 

In diesem Sinne: Immer schön vorbeugend arbeiten….

Bis bald… AnLa

Und auch hier kann ich euch eine besondere Sendung im Fernsehen empfehlen: ndr/ ernährungsdocs… hier werden bestimmte „Fälle“ z.B. Bluthochdruck oder Rheuma o.a. aufgegriffen und anhand von Ernährungstipps versucht, diese Krankheiten zu lindern bzw. zu heilen…. Super Sendung….auch im Internet zu finden

Über Andreas Lahn

Lehrer/pädagog.Mitarbeiter, Tai chi-, Qi Gong- und Medizinischer Qi Gong Trainer,Karate Trainer seit 1990, Zen buddhistischer Schüler, geb.1958 , 3 wundervolle Kinder
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