Qi Gong und Traditionelle chinesische Medizin

So, da bin ich wieder…. hat ja auch eine Weile gedauert.

Heute nun meine Sicht zum Thema „TCM und Qi Gong“.

In meinen seit nunmehr 30 Jahren stattfindenden Kursen in Karate, aber insbesondere in den Qi Gong- und TaiJi- und Meditationskursen kam immer wieder bei den Teilnehmern der Gedanke hoch: Ja, wirkt denn das? Kann es mir wirklich helfen? Ist es nur der Glaube oder die Phantasie (also Placeboeffekt), die da etwas bewirken?

Und bei vielen Teilnehmern habe ich den Eindruck, dass Sie die gesamte Tragweite dieser Übungen nicht, oder nur zu einem kleinen Teil erfassen. Oft auch gar nicht erfassen wollen. Viele sagen auch, sie gehen „zum Sport“, sie machen eben ein paar Übungen….

Nun Leute… damit erreicht ihr leider nur die Hälfte, bei einigen „passiert“ auch gar nichts… es ist eben nur mal so, um Leute zu treffen, um sich etwas zu bewegen, um die Seele zu beruhigen („Ich tue doch etwas für meine Gesundheit“) und bei manchen auch, um den anderen zu erzählen… ich betreibe Qi Gong und Tai chi oder ich meditiere….. auch das ist sicherlich für manchen wichtig und auch schon einmal ein Erfolg. Ihr macht mehr als so mancher, der vor dem Fernseher/ PC oder auf dem Sofa hockt…

Was ich sagen will: Beschäftigt euch doch bitte intensiver mit diesen Übungen, versucht, hinter die Dinge zu schauen, lest Bücher darüber, schaut auch mal ins Internet und fragt nach, besucht Kurse und Seminare (auch bei verschiedenen Trainern/Lehrern/Meistern), das öffnet das Bewusstsein und dazu müsst ihr nicht unbedingt nach China fahren, es gibt in eurer Nähe mit Sicherheit schon gute Trainer.

Beschränkt euch bei den praktischen Übungen jedoch auf eine Stilrichtung. Bei Taichi zum Beispiel auf den Yang- oder den Chen-Stil, bei Qi Gong auf ausgewählte Übungen, die euch wichtig sind. Z.B. auf Übungen zur Verbesserung der inneren Harmonie und Ruhe, des inneren Gleichgewichts oder auf die Verbesserung von Organfunktionen z.B. der Leber, des Magens, der Milz, des Herzens, auf die Linderung einer evtl. vorhandenen Krankheit usw…

Macht etwas für euch, ganz allein für euch, versucht- ganz- bei den Übungen zu sein, mit voller Konzentration und Achtsamkeit und mit dem Wissen, was philosophisch und medizinisch dahintersteht, denn nur so scheint mir Qi Gong, Tai chi und Meditation zu funktionieren.

Und da sind wir auch wieder beim Thema: TCM und Qi Gong

Nicht umsonst sind Tai chi- und Qi Gong Übungen Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, denn die Übungen sollen andere Bereiche (Akupunktur, Ernährung, Akupressur und Kräuter) unterstützen.

Bei manchem wirkt eben das eine, das andere aber nicht. Und wenn man etwas selbst macht und damit auch noch Erfolg hat, eine bessere Heilung kann es nicht geben. Der Nachteil, ich muss es eben selbst tun und das -wenn es geht- auch noch jeden Tag zwischen 5 min. und mehreren Stunden. Ich kenne einen Mann, der jeden Tag 2 Stunden übt und damit seinen Krebs besiegt hat. (nicht nur mit Qi Gong, sondern mit allen Mitteln der europäischen und chinesischen Medizin). Der Mann leitet ein Hotel, sagt aber: Mir ist es sehr wichtig, jeden Morgen diese Übungen (Guolin Qi Gong) zu machen, denn dadurch fühle ich mich besser, sehe viel jünger aus und bin wieder gesund.

Das ist nur ein Beispiel von positiver Einflussnahme auf die Gesundheit. Viele andere Beispiele gibt es, von Sodbrennen, über Magen/Darm Probleme, Bluthochdruck, Depressionen, Stressbeseitigung usw., bei denen Qi Gong helfen kann, die Probleme zu lindern oder zu beseitigen, denn diese Übungen aktivieren unsere Selbstheilungskräfte, machen die Energieleitbahnen (Meridiane) wieder durchlässig und bringen somit Yin und Yang wieder ins Gleichgewicht. Und-das wisst ihr aus vorangegangenen Artikeln- nur wenn Yin und Yang im Gleichgewicht sind, ist der Mensch gesund.

Aber, man muss langfristig üben, es ständig verbessern, oftmals wird es allein durch Üben besser. Es macht auch mehr Spaß, wenn man länger übt und sich dann auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren kann. Man entdeckt sich selbst wieder neu, man weiß plötzlich um die Zusammenhänge, manche sehen sogar sich und die Welt in einem völlig anderen Licht. Sie merken, was wirklich wichtig für sie ist, was sie glücklich macht und was Ihnen nicht so gut tut usw.

Ihr seht, Qi Gong üben lohnt sich…. aber dazu ein anderes Mal…

Allen Menschen Gesundheit und ein langes Leben

AnLa

Über Andreas Lahn

Lehrer/pädagog.Mitarbeiter, Tai chi-, Qi Gong- und Medizinischer Qi Gong Trainer,Karate Trainer seit 1990, Zen buddhistischer Schüler, geb.1958 , 3 wundervolle Kinder
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