Tagesplan

Hallo und einen guten Tag,

heute habe ich mir mal ein paar Gedanken über eine Tagesplanung für Jeden gemacht. Natürlich aus der Sicht der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) bzw. der Organuhr innerhalb der TCM.

Mein Vorschlag für einen idealen Tagesplan: Betonung liegt auf ideal, denn manchmal lässt es sich einfach nicht anders regeln, dann jedoch wenigstens in Teilen:

05 – 07.00 Uhr aufstehen

07 – 08.00 Uhr reichhaltiges Frühstück, (vorzugsweise warm und damit meine ich nicht den Kaffee  s. auch „5 Elemente Kochen bzw. -ernährung“)

08 – 12.00 Uhr Erledige die Arbeiten, die die meiste Konzentration erfordern

12 – 14.00 Uhr ausgewogenes und leichtes Mittagessen (mit Kommunikation verbunden, vielleicht auch etwas Schlaf)

14 – 18.00 Uhr Erledigung von Arbeiten

18 – 20.00 Uhr Abendessen (wenig leichte Kost oder gar nichts)

21 – 22.30 Uhr Bettruhe (nach den Jahreszeiten)

So, nun Einzelheiten dazu:

  1. Lt. TCM beginnt die Organuhr um Drei Uhr morgens (3 – 5 Uhr Lunge = höchste Aktivität, Harnblase = Ruhephase), die Lunge entfaltet hier ihre stärkste Aktivität, die Harnblase hat dementsprechend ihre Ruhephase. Zwischen 3 und 4 Uhr erfolgt die höchste Melatoninausschüttung, sie steuert den Schlaf-/Wachrythmus. Wache ich regelmäßig z.B. gegen 4 Uhr nachts auf oder habe Hustenanfälle oder Atemstörungen, deutet dies auf eine Disharmonie des Lungenfunktionskreises hin. Ist das Ganze gepaart mit einem leichten Frösteln, deutet dies auf zu niedrigen Blutdruck hin. Habe ich regelmäßig zwischen 4 -5 Uhr einen leicht erhöhten Blutdruck, sind dies evtl. Anzeichen eines leicht erhöhten Schlaganfall- oder Herzinfarktrisikos.Für ungestörte Nachtruhe sollte man deshalb für ausreichend frische Luft sorgen bzw. den Lungenmeridian stärken (z.B. „Medizinisches Organ Qi Gong“ – Lungenübung oder die „Acht Brokate“ oder die „Acht goldenen Übungen“).
  2. 5 – 7.00 Uhr Hochphase = Dickdarm, Ruhephase = Niere , ab 6.00 Uhr erfolgt ein langsames Ansteigen der Körpertemeperatur, dies ist eine gute Zeit für Meditationen, um das Energiesystem neu auszubalancieren. Besonders viele Sexualhormone werden ausgeschüttet, es sollte viel (Tages)Licht ins Schlafzimmer fallen, die Melatoninzufuhr wird gestoppt, Körper und Geist werden aktiviert, es ist Zeit aufzustehen (übrigens auch am Wochenende, denn auch hier gilt die Organuhr). Und….von den „ollen Chinesen“ wird empfohlen, am Morgen ein Glas warmes Wasser zu trinken, als guter Ausgleich für den nächtlichen Wasserverlust.

So… soll für heute erst einmal reichen. Weiteres später und dran denken………………. immer schön üben….

Allen Menschen Gesundheit und ein langes Leben

AnLa

 

So, heute (17.6.2017) weiter:

3.  7-9.00 Uhr Hochphase Magen- Ruhephase Perikard/Kreislauf Sexus

Der Verdauungsapparat wird aktiv. Der Körper benötigt Nährstoffe, Zeit für’s Frühstück, gern auch ausgewogen und reichhaltig, und gern auch warm. Und….. vorher ein Glas warmes Wasser (das gleicht den Wasserverlust durch Schwitzen in der Nacht wieder aus) Gymnastik (Qi Gong /und-oder Tai chi und -oder Yoga  und- oder Sex 🙂 🙂 und Atemübungen. Sie erleichtern den harmonischen Einstieg in den Tag.

4. 9-11.00 Uhr Hochphase Milz/Pankreas – Ruhephase Dreifach Erwärmer

Energie für tatkräftiges Arbeiten ist nun genug vorhanden – ab in den Tag, nutze die Zeit für anstrengendes und hochkonzentriertes Arbeiten, die Adrenalinausschüttung ist hier am höchsten, die Durchblutung ist gesteigert, der Körper ist besonders widerstandsfähig. Also —- tu es….. mit voller Konzentration und ganzem Herzen, als wäre es das letzte Mal.

5. 11-13.00 Uhr  Hochphase Herz – Ruhephase Gallenblase

Ab 12.00 Uhr lässt die Leistungskurve nach, die Aufmerksamkeit auch und wie ihr schon selbst bemerkt habt – nach dem Mittagessen wird man zunehmend müde. Wohl denen, die dann eine kurze Pause einlegen können (vielleicht sogar 15 – 20 min schlafen), das hilft enorm für den Rest des Tages.

Die Magensäureproduktion wird langsam gesteigert, Fette und Kohlenhydrate werden optimal verdaut. Leichte Mahlzeiten, ausgewogene Ernährung entsprechend der Jahreszeiten sind angesagt, Fleisch 1-2x die Woche, Fisch 2x die Woche, viel Gemüse und Obst, am besten nutzt du die Speisenfolge nach der Lehre der 5 Elemente (s. voran gegangener Beitrag). Die Hochphase Herz bietet aber auch eine gute Möglichkeit für Kommunikation. Vermeide Stress, körperliche Überlastung und Hetze.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal. Allen Menschen Harmonie und Achtsamkeit und…..

genießt das Leben, jeden Moment,es gibt nur diesen Einen

AnLa

 

Sooooo…. (23.6.2017) weiter:

6. 13 – 15.00 Uhr Hochphase Dünndarm    Ruhephase: Leber

Zeit für die Verdauung, man nennt es auch Mittagstief oder Motivationsloch, wie auch immer, ab 14.00 Uhr steigt die Leistungskurve langsam wieder an, leichte Tätigkeiten sollten deshalb nach dem Essen stattfinden bzw. eine kleine Mittagsruhe ist – soweit möglich- angebracht. (Es soll ja schon vorbildliche Betriebe und Einrichtungen geben, die es den Mitarbeitern ermöglichen, eine halbe Stunde Mittagsruhe einzulegen, in Japan übrigens oft üblich). Dies ist auch die Zeit für Routinearbeiten und /oder Telefonate.

 

7. 15 – 17.00 Uhr Hochphase Harnblase   Ruhephase: Lunge

Zeit, auf die Toilette zu gehen, vermehrte Harnausscheidung (Harnblase) und erhöhte Aktivität der Nieren ist zu verzeichnen. Gegen 16.00 Uhr ist die Leistungskurve am Höchsten, insbesondere das Langzeitgedächtnis ist hier sehr aktiv. Wasser oder warmer Tee sind gut geeignet, um den Körper durchzuspülen und zu entgiften, deshalb ausreichend trinken, insbesondere in der warmen Jahreszeit. Dieser Zeitraum eignet sich auch besonders gut für konzentriertes Arbeiten, aber auch sportliche Aktivitäten.

Nächstes Mal weiter…… Allen Menschen Liebe und Glück

AnLa

Sooooo…. nun (28.6.2017) weiter…

8. 17 – 19.00 Uhr Hochphase Niere – Ruhephase Dickdarm

Feierabend, die Leistungskurve sinkt langsam ab und es wird Zeit, mit anstehenden Arbeiten aufzuhören, eine kurze Auszeit mit einem Tee, warmen Wasser o.ä. wäre jetzt angebracht, wenn Sie einen ruhigen Ort finden, wäre auch Zeit für eine Meditationsrunde und natürlich das Abendessen, allerdings nur „etwas Kleines“ , leicht verdauliches, nach Jahreszeit kühlendes oder wärmendes, ganz nach Ihrem Befinden. Nach der „5 Elemente Lehre“ ist es die Zeit des Metalls. Zeit zum Nachdenken, aber auch zum Genießen. Gönnen Sie Ihren Sinnesorganen etwas Angenehmes. Es gibt aber auch Meister der TCM und Mönche in buddhistischen Klöstern, die nachmittags und abends keine Nahrung zu sich nehmen, um den Körper nicht zu sehr zu belasten.

 

9. 19 -21.00 Uhr Hochphase Perikard/Kreislauf – Ruhephase Magen (29.6.17)

Spätes Essen belastet den Kreislauf und die inneren Organe, insbesondere unseren Magen, die Leber, die Bauchspeicheldrüse und den Zwölffingerdarm als unmittelbare Beteiligte bei der Verdauung. Deshalb nur, wenn es sein muss und dann nur in kleinen Mengen. Vermeiden Sie Salate und/oder Rohkost. Das wird für o.a. Organe Schwerstarbeit. Wenn es unbedingt sein muss, dann wenigstens dünsten. Keine fetten oder schwer verdaulichen Speisen, aber auch Zeit für einen gemütlichen Abendausklang, evtl. bei einem Glas Wein oder Bier oder einem beruhigenden Tee und angenehmer Kommunikation. Vermeiden Sie hier Streitigkeiten oder Filme, die die Emotionen hoch schlagen lassen. Es könnte dann sein, dass sie schlecht oder nicht schlafen können. Eine warme Dusche oder ein angenehmes Bad helfen für einen ruhigen, lang anhaltenden Schlaf. (In Japan sehr üblich und das täglich). Für viele auch eine gute Zeit für eine Meditation, denn jetzt ist es fast überall angenehm ruhig, die Kinder schlafen (hoffentlich) und draußen wird es ruhiger.

So… beim nächsten Mal mehr. Allen Menschen Harmonie und ein langes Leben

AnLa

 

10. 21 – 23.00 Uhr Hochphase 3 fach Erwärmer – Ruhephase Milz/Pankreas

Zeit, ins Bett zu gehen, die Leistungskurve sinkt stark ab, wir befinden uns im Element Wasser. Das Prinzip: Früh zu Bett gehen sichert frühes Aufstehen, sodass ich in den frühen Morgenstunden ausgeschlafen bin und Zeit finde, um zu meditieren oder einige aktivierende Übungen zu machen.

Wenn es irgend geht, ist 22.00 Uhr die beste Zeit, um schlafen zu gehen, im Winter etwas früher. Und wenn sie ein „spät zu Bett Geher“ sind; alles kann man üben und an (fast) alles gewöhnt sich der Mensch. Ein Tipp: Gehen sie monatlich jeweils 10 min früher ins Bett, sodass sie dann irgendwann auf 22.00 Uhr landen. Körper und Geist gewöhnen sich so schrittweise an die „frühe“ zu „Bett- Geh- Zeit“. Essen sollten Sie hier nichts mehr, der Körper hat keine Zeit mehr, zu verdauen und müsste nochmal auf Hochleistung schalten, was er nicht will. (Milz/Magen befinden sich in der Ruhephase). Gegen einen „Gute Nacht Tee“ ist allerdings nichts einzuwenden.  Angenehme Nachtruhe!

 

11. 23 – 01.00 Uhr Hochphase: Gallenblase – Ruhephase :Herz

12. 01.00 – 03.00 Uhr Hochphase: Leber – Ruhephase: Dünndarm

In diesen Zeiten sollten Körper und Geist Zeit zur Regeneration gegeben werden. Wachen Sie jedoch z.B. regelmäßig zwischen 1 und 3 auf, so lässt das auf eine mögliche Disharmonie des Funktionskreises Leber schließen. Das kann unter Umständen daran liegen, dass sie am Abend zuviel Alkohol getrunken haben oder Medikamente nehmen müssen, die „nebenbei“ die Leber schädigen oder sich bereits eine Krankheit der Leber andeutet.

Da die Leber jedoch sehr viele Funktionen erfüllen muss, kann auch eine ganz andere Ursache vorliegen. Ein Tipp an ihren Hausarzt und Bitte um Prüfung wäre jedoch angetan.Dies betrifft auch die anderen Hochphasen der Nacht, aber auch des Tages.

Sollten die entsprechenden Organe empfindlich reagieren, sollte man sich darum kümmern. Das betrachte ich auch als wesentlichen Vorteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Hier werden schon lange vorher Disharmonien in den Energieleitbahnen erkannt, um präventiv auf Körper und Geist einwirken zu können. Lesen Sie dazu auch den unten stehenden Artikel: „Qi Gong und Essen“ bzw. “ Qi Gong und traditionelle chinesische Medizin“.

In diesem Sinne, tun Sie etwas für sich selbst. Sie haben nur die eine Gesundheit.

Harmonie und ein langes Leben in Achtsamkeit

AnLa

 

 

 

Über Andreas Lahn

Lehrer/pädagog.Mitarbeiter, Tai chi-, Qi Gong- und Medizinischer Qi Gong Trainer,Karate Trainer seit 1990, Zen buddhistischer Schüler, geb.1958 , 3 wundervolle Kinder
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